Presse

…In verdichteter Form erzählt Brandl Geschichten, zaubert Stimmungen und baut Bilder – einmal in freier Form, dann wieder in Reimen…Im Sonettenkranz „Gartenklänge“ reflektiert er Erinnerungen an Kindheit und Jugend, an abwechslungsreiche Wanderungen durch Böhmen, den Bayerischen Wald, Abruzzen, Périgord, Südfrankreich. Immer wieder nimmt er einen Standort-, Beobachtungs- und Perspektivwechsel vor: beleuchtet Städte („Stadtlichter“), die er zu Fuß durchstreift hat, vertieft sich poetisch in Gestein wie Schiefer, Granit und Kalk („Steinlinien“), begibt sich entlang der Flüsse („…und fließt“). Im Sonettenkranz „Blick von oben“ kann man mit dem Dichter den Blick über die Heimatstadt schweifen lassen…Brandl macht sich Gedanken über Jugend, Schule, Lehrersein, lenkt das Interesse bis hin zum Alter und beleuchtet kritisch das Verhältnis von Mensch und Natur…“

Amberger Zeitung 03. 05. 2016 Buchpräsentation „inmitten meiner grünen insel“

Mit dem Rückblick auf die eigene Biografie ist es Friedrich Brandl gelungen, ein Stück Oberpfälzer Zeitgeschichte authentisch zu vermitteln. Mit viel Gespür für das Wesentliche erzählt er aus kritischer Distanz, aber doch voller Humor und Sympathie vom Lebensgefühl der 1960er Jahre und von den Menschen, die ihm begegneten. Dabei kommen neben der lebendigen Jazzszene der Stadt auch längst vergangene Geschäfte, Lokalitäten und Einrichtungen zu Ehren, wie zum Beispiel der Erzabbau und Hochofenbetrieb bei der Luitpoldhütte, wo Brandl ab 1961 die ersten Berufserfahrungen sammelte. Ohne Beschönigung registriert er die gesellschaftlichen Zwänge, denen er sich ausgesetzt sah, und begegnet den eigenen Stärken und Schwächen, seinen einstigen Wünschen und Zielen mit einer beachtlichen Portion Selbstironie…Die Grafiken von Brandls Tochter Ina Meillan unterstreichen den nüchternen Grundton der Erzählungen, fügen ihnen aber oft noch eine heitere Nuance bei…Mit nur wenigen Strichen gelingen aussagekräftige Physiognomien. Diese Illustrationen bilden eine wertvolle Bereicherung, da sie die Textaussagen verdichten und gleichzeitig Stimmungen, Gefühle und Gedanken der Zeit mit einfangen.“

Mittelbayerische Zeitung 23.11.2012 „Glock´n´Roll

Nicht nur als Oberpfälzer kann man das Buch (Wieder am Bauzaun) nach Beginn der Lektüre kaum zur Seite legen…Auch dieses Werk Brandls, das mehr als 30 Jahre später als sein Opus ‚Ziegelgassler‘ spielt, spiegelt die Zeit von damals. Auch ein durchaus für ganz Deutschland entscheidendes Projekt der Politik, das letztendlich am Widerstand der Bürger gescheitert ist, wird in leicht lesbarer, unterhaltsamer Form in Erinnerung gerufen. Das Buch hat auf jeden Fall viele Leser verdient.“

Bayern im Buch 2010/2

…Mit kalk legt er nun den Schlussband seiner Gesteins-Trilogie vor… und mit den drei schmalen Bändchen sein Opus magnum. Ergebnis des kalkulierten Einsatzes geringer Mittel. Der Sparsamkeit gewidmet. Eine Kunst des Unaufwendigen. Ein Glücksversprechen…“

Der neue Tag, 11. November 2009

…Mit „Ziegelgassler“ präsentiert Friedrich Brandl nun 16 autobiographisch motivierte Episoden, die wahrhaft Erlebtes erzählen und am eigenen Leib Erlittenes vermitteln. Entstanden sind weder verklärende „Lausbubenerinnerungen“ noch ein sozialreportagenhafter Rundumschlag. Vielmehr changieren die Texte zwischen leisem Humor und dem heftigen Erstaunen, das sich bei einer solchen Reise in die Vergangenheit einstellt… Illustriert wurde der Band auf fabelhafte Weise von Ina Meillan…“

Der neue Tag, 16. April 2009

…Nie war Friedrich Brandl näher am Erdkern der Sprache als in diesen sieben kleinen Gedichten, diesen gesteinsgeologischen poetischen Fantasien, die er in dem soeben erschienenen Bändchen „granit“ versammelt hat. Begleitet werden die Texte, die von Josef Hrubý ins Tschechische übertragen wurden und wie als untergründiger Kommentar mitzulesen sind, von sagenhaft fremd anmutenden Granitfotos von Jean-Christophe Meillan…“

Der neue Tag, 14.12.2007

…Friedrich Brandl ist zu wünschen, dass er seinen höchst bedenkenswerten Splitter an möglichst vielen Stellen anbringen kann. Denn Lyrik in solch bibliophilem Format – bei gleichzeitiger gedanklicher Tiefe und Fassbarkeit – ist eine seltene Pflanze!“

Mittelbayerische Zeitung, 08.06.2005, Veröffentlichung „schiefer“