„inmitten meiner grünen insel sitz ich

am tisch, am kleinen, runden. buchs und farn

mit unterschiedlich hellem grün wie garn

in besten frühlingsfarben umspinnen mich.“

Friedrich Brandl

Friedrich Brandl

Friedrich Brandl wurde 1946 in Amberg geboren. Nach der Schulzeit erlernte er den Beruf des Industriekaufmanns bei der Luitpoldhütte AG. Das Abitur legte er 1970 auf dem zweiten Bildungsweg in Wolfratshausen-Waldram ab und studierte danach in Regensburg Erziehungswissenschaften. 1973 begann er seinen Dienst als Volksschullehrer im Landkreis Ansbach/ Mittelfranken. Von 1978 bis 2008 war er Hauptschullehrer im Landkreis Amberg-Sulzbach und wohnt in Amberg.

Friedrich Brandl ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), Regionalgruppe Ostbayern und des Internationalen Dialektinstituts (IDI).

Seit 1983 schreibt Friedrich Brandl Lyrik in Mundart und Schriftsprache, Erzählungen und Theaterstücke mit zahlreichen Veröffentlichungen in Gedichtbänden und Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. Ein Teil seiner Gedichte wurde ins Französische und Tschechische übersetzt. Brandl war Gast bei den 19. und 21. Weidener Literaturtagen 2003 und 2005 und bei der 17. Mund-Art Literatur-Werkstatt 2005 in Schopfheim, Baden Württemberg.

Im Projekt „Die Wege von gestern heute neu begehen“ war er zusammen mit Harald Grill und Bernhard Setzwein zu Fuß unterwegs im Sommer 2006 von Pilsen nach Amberg, im Herbst 2007 von Pilsen nach Prag und im Herbst 2010 von Sulzbach-Rosenberg nach Nürnberg.

Von 2002 bis 2013 plante und organisierte er zusammen mit dem Musiker Stefan Huber die Umwelt-Kultur-Tage der Umweltstation Kloster Ensdorf.

2013 erhielt er den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz im Bereich Literatur,

2014 den Preis Brückenbauer des Centrum Bavaria Bohemia Schönsee für deutsch-tschechische kulturelle Zusammenarbeit.

Veröffentlichungen

Immer in Sichtweite

Ein Abecedarium

In einem bunten ABC aus spannenden Geschichten führt Friedrich Brandl durch sein Leben: mal nach Tschechien, mal nach Frankreich, dann wieder in seine Heimatstadt Amberg.

mit Grafiken von Ina Meillan
lichtung verlag, Viechtach 2019
160 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-941306-91-2, Preis 14,90 €

Veranstaltungen

12. August 2021

Literatur und Natur

Lesung zusammen mit Harald Grill und Bernhard Setzwein
17 Uhr | Beratzhausen, Friesenmühle

17. Oktober 2021

Lichtung Lesebuch „Flüsse“

17 Uhr | Prühmühle, Eggenfelden

21. Oktober 2021

Lichtung Lesebuch „Flüsse“,

Musik Sam Stadler
19:30 Uhr | Stadtbibliothek Amberg

28. November 2021

Lesung beim Lyrik-Festival Regensburg

Kulturzentrum Degginger

Unter www.lichtung-verlag.de/index.php/zusatzangebot/podcast können Sie eine Lesung aus dem Buch „inmitten meiner grünen insel“ anhören.

Die Musik dazu stammt von Mike Reisinger.

Außerdem eine Vertonung von Jürgen Zach mit Texten aus „blick von oben“ und „inmitten meiner grünen insel“

Presse

In verdichteter Form erzählt Brandl Geschichten,...

… zaubert Stimmungen und baut Bilder – einmal in freier Form, dann wieder in Reimen… Im Sonettenkranz „Gartenklänge“ reflektiert er Erinnerungen an Kindheit und Jugend, an abwechslungsreiche Wanderungen durch Böhmen, den Bayerischen Wald, Abruzzen, Périgord, Südfrankreich. Immer wieder nimmt er einen Standort-, Beobachtungs- und Perspektivwechsel vor: beleuchtet Städte („Stadtlichter“), die er zu Fuß durchstreift hat, vertieft sich poetisch in Gestein wie Schiefer, Granit und Kalk („Steinlinien“), begibt sich entlang der Flüsse („…und fließt“). Im Sonettenkranz „Blick von oben“ kann man mit dem Dichter den Blick über die Heimatstadt schweifen lassen…Brandl macht sich Gedanken über Jugend, Schule, Lehrersein, lenkt das Interesse bis hin zum Alter und beleuchtet kritisch das Verhältnis von Mensch und Natur…“

Amberger Zeitung 03. 05. 2016 Buchpräsentation „inmitten meiner grünen insel“

Mit dem Rückblick auf die eigene Biografie...

… ist es Friedrich Brandl gelungen, ein Stück Oberpfälzer Zeitgeschichte authentisch zu vermitteln. Mit viel Gespür für das Wesentliche erzählt er aus kritischer Distanz, aber doch voller Humor und Sympathie vom Lebensgefühl der 1960er Jahre und von den Menschen, die ihm begegneten. Dabei kommen neben der lebendigen Jazzszene der Stadt auch längst vergangene Geschäfte, Lokalitäten und Einrichtungen zu Ehren, wie zum Beispiel der Erzabbau und Hochofenbetrieb bei der Luitpoldhütte, wo Brandl ab 1961 die ersten Berufserfahrungen sammelte. Ohne Beschönigung registriert er die gesellschaftlichen Zwänge, denen er sich ausgesetzt sah, und begegnet den eigenen Stärken und Schwächen, seinen einstigen Wünschen und Zielen mit einer beachtlichen Portion Selbstironie…Die Grafiken von Brandls Tochter Ina Meillan unterstreichen den nüchternen Grundton der Erzählungen, fügen ihnen aber oft noch eine heitere Nuance bei…Mit nur wenigen Strichen gelingen aussagekräftige Physiognomien. Diese Illustrationen bilden eine wertvolle Bereicherung, da sie die Textaussagen verdichten und gleichzeitig Stimmungen, Gefühle und Gedanken der Zeit mit einfangen.“

Mittelbayerische Zeitung 23.11.2012 „Glock´n´Roll

Nicht nur als Oberpfälzer kann man das Buch (Wieder am Bauzaun) ...

… nach Beginn der Lektüre kaum zur Seite legen…Auch dieses Werk Brandls, das mehr als 30 Jahre später als sein Opus ‚Ziegelgassler‘ spielt, spiegelt die Zeit von damals. Auch ein durchaus für ganz Deutschland entscheidendes Projekt der Politik, das letztendlich am Widerstand der Bürger gescheitert ist, wird in leicht lesbarer, unterhaltsamer Form in Erinnerung gerufen. Das Buch hat auf jeden Fall viele Leser verdient.“

Bayern im Buch 2010/2

Mit kalk legt er nun den Schlussband seiner Gesteins-Trilogie vor...

… und mit den drei schmalen Bändchen sein Opus magnum. Ergebnis des kalkulierten Einsatzes geringer Mittel. Der Sparsamkeit gewidmet. Eine Kunst des Unaufwendigen. Ein Glücksversprechen…“

 

Der neue Tag, 11. November 2009

Mit „Ziegelgassler“ präsentiert Friedrich Brandl nun 16 autobiographisch ...

… motivierte Episoden, die wahrhaft Erlebtes erzählen und am eigenen Leib Erlittenes vermitteln. Entstanden sind weder verklärende „Lausbubenerinnerungen“ noch ein sozialreportagenhafter Rundumschlag. Vielmehr changieren die Texte zwischen leisem Humor und dem heftigen Erstaunen, das sich bei einer solchen Reise in die Vergangenheit einstellt… Illustriert wurde der Band auf fabelhafte Weise von Ina Meillan…“

Der neue Tag, 16. April 2009

Nie war Friedrich Brandl näher am Erdkern der Sprache ...

… als in diesen sieben kleinen Gedichten, diesen gesteinsgeologischen poetischen Fantasien, die er in dem soeben erschienenen Bändchen „granit“ versammelt hat. Begleitet werden die Texte, die von Josef Hrubý ins Tschechische übertragen wurden und wie als untergründiger Kommentar mitzulesen sind, von sagenhaft fremd anmutenden Granitfotos von Jean-Christophe Meillan…“

Der neue Tag, 14.12.2007

Friedrich Brandl ist zu wünschen, ...

… dass er seinen höchst bedenkenswerten Splitter an möglichst vielen Stellen anbringen kann. Denn Lyrik in solch bibliophilem Format – bei gleichzeitiger gedanklicher Tiefe und Fassbarkeit – ist eine seltene Pflanze!“

Mittelbayerische Zeitung, 08.06.2005, Veröffentlichung „schiefer“

Kontakt

Friedrich Brandl

mail@brandl-amberg.de

Lesungen

Termine und Honorar nach Vereinbarung

 

Schreibwerkstatt

Kreatives Schreiben vor Ort.

Anleitung zum kreativen Schreiben an außergewöhnlichen Orten : Inmitten der Natur, an belebten Straßen und Plätzen oder in verträumten Winkeln der Stadt werden mit Hilfe von Schreibspielen literarische Kurzformen erprobt. Der Kurs richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. Das Honorar richtet sich nach der Dauer des Kurses.

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